Weiterbildung als Benefit`?

Kann Weiterbildung Benefit sein?

„Unsere Mitarbeiter verdienen keine Trainings“… so die Aussage des Hiring Managers. Ist schon sehr lange her; ich hatte mich in jungen Jahren auf eine Führungsposition bei einem Dienstleister beworben. Das erste Gespräch mit dem HR war sehr gut – das Unternehmen wurde in höchsten Tönen präsentiert inkl. der ganzen Benefits, die man für die Mitarbeiter leiste…

Ja, es gäbe viele Probleme in meinem zukünftigen Bereich, aber deswegen wollten Sie mich ja auch. Näheres würde mir mein zukünftiger Vorgesetzter erklären… Also das Zweitgespräch mit eben jenem Hiring Manager. Nachdem Aufgaben und Inhalte besprochen worden waren, ging es um die Herausforderungen. Es gäbe Koordinations- und Qualitätsprobleme. Er habe schon vieles versucht, teure Mitarbeiter, billige Hilfsarbeiter, alles nichts gebracht.

Da sie die Kunden so oder so nicht glücklich machen konnten, würde er inzwischen vermehrt auf billige Hilfsarbeiter setzen. Etwas naiv fragte ich, wie die Einarbeitung der Mitarbeiter sei, der HR habe mir ja die super-tolle Trainings-Akademie gezeigt, welche die Einarbeitung und das Erlernen von Soft- und Hardskills erleichtern solle…

Etwas emotional kam die Antwort, dass die Mitarbeiter sich die Trainings erstmal durch eine tolle Leistung verdienen müssten. Ohne Leistung keine Faulenzerei im Training. Mein Einwand, dass die wenigsten Mitarbeiter per se schlechte Leistung abliefern möchten und eine passende Ausbildung benötigen, wurde abgebügelt mit: „Doch, bei uns schon.“

Das Ergebnis war abzusehen: Ich hab dort nicht angefangen und da sich das Geschäft des Unternehmens nicht positiv entwickelte, wurde es irgendwann aufgekauft… Natürlich kann nicht jeder Mitarbeiter zum Super-Hero werden, aber die meisten Menschen wollen ihren Job gut machen und streben nach Verbesserung.

Training bringt somit das Unternehmen und den Menschen voran und sind ein Win-Win für beide Parteien…

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